Shiitake (Lentinus edodes)

 

 

Zur Geschichte des Shiitake:

Dieser Pilz ist in China beheimatet und wurde von buddhistischen Mönchen vor ungefähr 500 Jahren nach Japan gebracht. Erste Bericht zur Kultivierung in China gibt es schon etwa um die Jahrtausendwende. In Japan wurde die Kultivierung verfeinert. Der Pilz wird heute auch in Amerika und Europa kultiviert. Eine moderne Methode ist die Verwendung von Substrat, einer Mischung von Holzspänen und Nährstoffen, eine ganzjährige Produktion wird dadurch möglich.

 

Beschreibung:

Er besitzt einen hell - bis dunkelbraunen Hut und ist ein festfleischiger Pilz. Er wächst auf verschiedenen Laubhölzern, vorzugsweise auf Eiche, Buche ,Ahorn aber auch auf Erle. Er hat frisch einen feinen Pilzgeruch und eignet sich auch sehr gut zum Trocknen.

In der Küche wird er wie andere Pilze auch am Besten frisch zubereite. Er lässt sich einfach in Öl herausbraten, eignet sich gut zum Panieren und ergibt auch schmackhafte Pilzsaucen. Die Pilze können eingefroren werden, empfehlenswert ist es, sie aber vorher speisefertig zuzubereiten. Eine Delikatesse sind auch die mit Kräutern in Essig eingelegten Pilze.

 

Heilwirkung:

Berichten zufolge senkt der regelmäßige Genuss des Shiitake den Cholesteringehalt des Blutes, einige Inhaltsstoffe sind gegen Viren wirksam und stärken  den Körper bei Infektionskrankheiten. Lentinan, ein hochmolekulares Polysaccharid, hat nachweislich Antikrebs-Wirkung und wird als Immuntherapeutikum bei Tumorpatienten verwendet.

 

Zur Kultivierung:

Der Shiitake ist unproblematischen zu züchten. Die Kultivierung auf Hartholz (Eiche, Buche) wird empfohlen. Es kann dann mehrere Jahre mehrmals geerntet werden. Zu beachten ist, dass der Pilz aus einer Klimazone mit wesentlich höherer Luftfeuchtigkeit stammt. Es gibt ein Ritual welches von allen Züchtern eingehalten wird, das Tauchen der Stämme in kaltes Wasser für 24 Stunden und das darauffolgende mehrmalige Aufstampfen auf einen festen Untergrund welches die Fruchtkörperbildung initiiert. Ein wesentlicher Vorteil des Shiitake ist, das er keinen Erdkontakt benötigt im Gegensatz zu vielen anderen Pilzen . Dadurch hat man die Möglichkeit ihn vor den Schnecken zu schützen indem man die Stämme hoch lagert oder auf Bäume hängt.

 
Kulturanleitung: “Shiitake-Beimpfung mit Getreidebrut“

Kulturanleitung: Shiitake-Intensivkultur“
Kulturanleitung: "Beimpfung mit Dübelbrut