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Der Glänzende Lackporling

Ganoderma lucidum

Der Reishi zählt zu den hoch geschätzten Heilmitteln in der TCM. Die Chinesen gaben ihm Namen wie „Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit“ oder „Pflanze mit spiritueller Kraft“. Sein Name weist sozusagen schon auf seine Kostbarkeit und seine medizinische Verwendung hin. Der Glänzende Lackporling ist nicht nur in Japan und China beheimatet, sondern auch in Europa. Der Habitus erinnert an Baumschwämme, er besitzt einen korkartigen Hut von fester Konsistenz. Je nach vorherrschendem Entwicklungsstadium kann er äußerst skurrile Formen annehmen. Seine Farbpalette reicht von braunrötlich bis orange-weiß-gelblich. Er weist eine helle gelbweiße Wachstumszone auf, die sehr empfindlich ist. Durch sie kann man den Wachstumsverlauf des Pilzes sehr gut mitverfolgen. Wird der Reishi getrocknet, behält er seinen Habitus und schrumpft kaum. Er zählt zu den holzbewohnenden, saprophytisch lebenden Pilzen und besiedelt Laubhölzer.

Anbau

Pflege

Ernte

Verwendung

Produkte

Kultiviert man den Reishi auf Laubholz (vorzugsweise auf Buche), beimpft man die Stämme mit der Bohrlochmethode. Stammdurchmesser von 15 bis maximal 30 cm. Man lässt sie genauso wie die anderen Kulturen als 1-metrige Stämme durchwachsen und drittelt sie im nächsten Frühjahr.

Die Stämme werden in ausreichend große Töpfe eingesetzt und die Schnittflächen mit Moos bedeckt. Im Pilzhaus herrschen die optimalen Wachstumsbedingungen für den Reishi. Man kann die Stämme auch vom Frühjahr bis in den Sommer im Boden eingegraben lassen und erst im Juli in Töpfe setzen. Die Pilze müssen im Pilzhaus ausreichend bewässert werden.

Wenn sich der Hut gut entwickelt hat und die weiße Wachstumszone verschwindend klein geworden ist, schneidet man die Pilze ab. Bemerkenswert beim Reishi ist die Fähigkeit zur Neubildung von Fruchtkörpern. Ein neuer Pilz entsteht aus den am Stamm verbleibenden Myzelresten und bildet ebenso eindrucksvolle Hüte aus wie bei der ersten Ernte. Im Winter verbleiben die Stämme draußen und werden erst im nächsten Sommer wieder ins Pilzhaus gebracht.

Die frischen Pilze werden geschnitten und anschließend im Backrohr oder Dörrapparat vollständig und schonend (bei max. 40–50 °C) getrocknet. Die Aufbewahrung in gut verschließbaren Gefäßen ist essenziell. Je nach Bedarf kann für die Verwendung als Tee ein Pilzpulver (mittels Kaffeemühle) hergestellt werden. Hier gilt: Je feiner gemahlen, desto besser. Für 1 Tasse Tee benötigt man etwa 1–2 Teelöffel gemahlenen Reishi. Da der Reishi etwas bitter schmeckt, kann er auch in geringerer Menge gemeinsam mit Teekräutern oder Kaffee getrunken werden. Das Wasser sollte beim Aufgießen nicht mehr kochen, da bei zu hohen Temperaturen hitzelabile Inhaltsstoffe im Pilz verloren gehen könnten.

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