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Die Auswinterung

Nach der einjährigen Durchwachsphase werden die Stämme „ausgewintert". Bei Shiitakestämmen entfernt man das Klebeband von den Schnittflächen und bringt sie auf den gewählten Pilzgarten-Standort. Shiitakestämme können entweder aufgehängt oder waagrecht gelagert werden.

Als erster Schritt bei der „Auswinterung" der Pilzstämme im Falle der Schnittimpfmethode – wird das Klebeband von den Impfstellen entfernt. Nun kann auch der Erfolg der Besiedlung beurteilt werden. Oft erscheint an den Enden das weiße Myzel des Kulturpilzes.
Shiitakestämme brauchen keinen Erdkontakt und werden so belassen, wie sie sind (1-metrig). Für die meisten anderen Arten gilt folgende Vorgangsweise: Die 1-metrigen Stämme werden nun in 3 Teile geschnitten. Danach werden die Stücke dort, wo man den Pilzgarten anlegen will, 10 cm tief in die Erde gesetzt. Austernseitlinge, Stockschwämmchen und andere Pilzsorten brauchen den Erdkontakt, um Fruchtkörper zu bilden. Dazu wird ein Loch in der Größe des Durchmessers des Stammes ausgehoben, der Stamm hineingesetzt und das Loch rundherum wieder ausgefüllt und festgetreten. Nach etwa 3 Wochen kann man hier nochmals den Besiedlungserfolg überprüfen. Wenn der eingegrabene Stamm leicht gekippt wird, ist ein weißliches Pilzgeflecht zu sehen – d.h., der Pilz hat schon ein Erdmyzel ausgebildet.

Charakteristisch ist für diese Pilzkulturen, dass die Pilze auch aus dem nahegelegenen Erdreich neben dem Stamm herauskommen und selbst Wasser und Nährstoffe aus dem Boden beziehen können. Bei der Schnittimpfmethode sollten Sie immer darauf achten, dass die 2 Randstücke des gedrittelten Stammes mit den Impfstellen nach unten in die Erde gegraben werden. Dadurch bildet sich das Erdmyzel schneller aus und es werden keine Schädlinge angelockt. Der 3. Stammabschnitt wird ebenfalls eingegraben.

Moos befestigen

Unser Tipp: Wenn die Schnittflächen mit Moos versehen werden, verhindert dies das Austrocknen der Stämme und freut die Pilze wie den Betrachter. Günstig ist es, Moos von Steinen aus dem Wald zu verwenden. Dabei ist dünnes Moos mit wenig Humusstreuanteil besser geeignet als buschiges, hohes Moos. Es kann mit einigen Heftklammern auf der Stirnseite des Stammes befestigt werdenin der ersten Zeit sollte es vermehrt gegossen werden.
Später wächst es sich auf dem Stamm fest und schützt auf natürliche Weise vor dem Austrocknen. Das Moos ist auch ein guter Indikator für die optimale Wasserversorgung des Stammes. In der trockenen Sommerzeit können eingegrabene Stämme bewässert werden – wenn das Moos frisch und saftig aussieht, muss nicht bewässert werden. Dies gilt vor allem für die im Sommer fruchtenden Pilze.
Das vorhin Erklärte gilt natürlich auch bei der Dübelimpfmethode.

Beschriften

Gleich nach der Auswinterung werden die Stämme beschriftet. Es hat sich bewährt dazu Aluplättchen zu verwenden. Pilzart und Beimpfungsjahr werden eingeritzt oder mit Kugelschreiber auf weichem Untergrund eingedrückt.Verwenden Sie bitte keinen Textmarker, dieser ist nicht dauerhaft.

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