FAQ's


Wie anfangen?

Du hast noch keine Vorstellung davon wie du dein Pilzprojekt starten möchtest? Hier eine kleine Checkliste für den Pilzanbau:
Damit alles reibungslos funktioniert, führe dir stets die Arbeitsprozesse vor Augen.

Standort suchen


Zur Auswahl stehen Garten, Innenhof, Balkon oder Dachgarten, Wohnzimmer oder Keller.
In unserem Buch Pilzgeflüster findest du alle nötigen Infos über die Bedürfnisse und Vorlieben deiner zukünftigen (Garten-)Mitbewohner:Innen!

Materialien und
Beimpfung


Es gibt unterschiedlich Materialien je nach Nährmedium und Kulturart (Holz: Luftkultur, Erdkultur). Auch Stroh (Strohballen, gehäckseltes Stroh oder Strohpelletskultur) können zur Kultivierung von Pilzen verwendet werden. Dir ist ZERO WASTE ein Begriff? Dann kannst du auch probieren mit Kaffeesatz oder Laubholzresten fabelhafte Pilze zu züchten!

Durchwachsphase
Pflege
Ernte


Dies ist wieder abhängig von der bevorzugten Kultivierungsmethode!
Beispiele gefällig? Pilze auf Holz haben eine etwas längere Durchwachszeit von einem Jahr, können
aber zu den Erntezeiten für mehrere Jahre beerntet werden. Bei Fertig-Pilz-Kits (Pilzkübel) dauert das Durchwachsen nur Tage bis Wochen, nach der dritten Ernte ist es dann aber meistens vorbei.

Wo anbauen?


Pilze gedeihen drinnen wie draußen.
Hier eine Übersicht über die möglichen Plätze und Räumlichkeiten mit dazugehörigen
Kulturmöglichkeiten:
Großer Garten: Hier gibt es Platz für Luftkulturen  und Erdkulturen auf Holzstämmen. Für
den schnellen Hunger zwischendurch können auch Pilze auf Stroh gezüchtet werden.
Du willst deinen Pilzgarten bis ins Kleinste durchplanen?
Kleiner Garten/Innenhof: Am besten lassen sich hier kleine Erdkulturen in Töpfen, Strohkulturen
oder Strohpelletskulturen anbauen.
Balkon oder Dachgarten: Hier bieten sich fertig beimpfte Stämme, ein Fertig-Pilz-Kit oder dein erstes selbst gebautes Paletten-Frühbeet mit Strohkulturen an – es wird ganz schön bunt!
Keller: Ihn lieben Pilze, die gerne gleichbleibende Temperaturen und Feuchtigkeit haben: auf Holzsubstraten oder Kaffeesatz.
Couchtisch oder Fensterbank: Einen sonnigen Aussichtsplatz mögen Pilze auf Strohpellets der Kulturblock

Welche Materialien?

Für den Anbau der Pilze brauchst du die richtigen Nährmedien: Holz, Stroh, Substrat oder Kaffeesatz. Daneben benötigst du (zumeist) die Pilzbrut deiner auserwählten Pilzsorte.

Getreidebrut vs.
Dübelbrut

Getreidebrut: besteht meist aus Hirse, Roggen, Laubholzspänen und natürlichen Zuschlagsstoffen,
wie z. B. Gips.
Dübelbrut: dabei handelt es sich um Laubholzdübel, die mit etwas Malz in Wasser gekocht werden und so eine gute Grundlage für das Pilzwachstum bieten.Jede Art von Brut hat Vorteile.
Beimpfst du Baumstämme oder Kaffeesatz, ist Getreidebrut die erste Wahl. Möchtest du nur ein kleines Holz-Beimpfungs-Projektumsetzen, ist Dübelbrut zu empfehlen.
Sägemehl-Brut ist aufgrund des eher niedrigen Nährstoffgehalts weniger schimmelanfällig und lange lagerfähig. Sie kann für einige Pilzarten (z. B. bei der kommerziellen Zucht von Shiitake mit Bohrlochmethode) eine willkommene Alternative darstellen.
Schlussendlich besiedelt der Pilz das Substrat und kann in weiterer Folge zur Beimpfung von Holz, Stroh, Kaffeesatz oder Kompost verwendet werden.

Lebendiger Organismus!
Deine Pilzbrut lebt!

Bitte beachte: Das in der Brut eingewachsene Myzel ist lebendig – das bedeutet auch, dass sie nur begrenzt haltbar ist. Die Brut sollte, wenn sie nicht sofort verwendet wird, kühl gelagert werden. Temperaturen von 2–7 °C sind für die meisten Pilzarten ideal. Pilzbrut mit höheren Holzanteilen ist ca. 2–3 Monate haltbar.
Getreidebrut: 3- 4 Wochen
Dübelbrut: 1-2 Monate


Luftkultur

Mit Getreidebrut oder Dübelbrut beimpfte Baumstämme, die im Garten ohne Erdkontakt aufgelegt oder aufgehängt werden. Sie können über einen Zeitraum von 3–5 Jahren 1–3 Mal pro Jahr beerntet werden. Bei dieser Kultur können nur Shiitake angebaut werden.

Erdkultur

Baumstämme, die mit Getreidebrut oder Dübelbrut beimpft wurden und nach einer einjährigen Durchwachsphase im Garten mit Erdkontakt platziert werden. Abhängig von Pilzart
und Stammdurchmesser kann mit 1–2 Ernten pro Jahr über 3–5 Jahre hinweg gerechnet werden.

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